Personalentwicklung – 3 Tipps zur Förderung von Mitarbeitern

Wie gut ein Mitarbeiter auf jegliche Herausforderungen an seinem Arbeitsplatz vorbereitet ist, ist nicht nur eine Frage seiner Ausbildung. Auch Arbeitgeber tragen einen Großteil dazu bei, ob ihre Mitarbeiter hervorragende Leistungen erbringen. Das Stichwort lautet Personalentwicklung. Wir zeigen, wie Verantwortliche der Personalabteilung das Beste aus jedem Mitarbeiter herausholen und seine individuellen Stärken ausbauen können.

Was versteht man unter Personalentwicklung?

Unter dem Begriff Personalentwicklung werden alle Maßnahmen zusammengefasst, welche der Förderung und Weiterentwicklung von Mitarbeiter dienen. Mittlerweile weiß man: Damit ein Unternehmen langfristig erfolgreich bestehen kann, braucht es eine geplante Personalentwicklung. Nicht zuletzt durch Digitalisierung und zahlreiche Veränderungen in der Arbeitswelt ist es notwendig, seine Fähigkeiten auf dem neuesten Stand zu halten. Die Personalentwicklung beschäftigt sich mit der Frage, wie Arbeitgeber ihre Mitarbeiter gezielt bei deren Weiterentwicklung unterstützen können. Hierbei kommen spezifische und systematische Personalentwicklungsmaßnahmen zum Einsatz.

Grundsätzlich versteht man unter Personalentwicklung also alle Maßnahmen, die ein Unternehmen zur Aus- und Weiterbildung seiner Mitarbeiter trifft. Somit handelt es sich um einen wichtigen Teil der Personalführung und diese wiederum ist ein fester Bestandteil des Personalmanagements. Wichtig ist in jedem Fall, dass Personalentwicklungsmaßnahmen mit allen Unternehmenszielen und -strategien übereinstimmen. Je nach Unternehmen können sich die Maßnahmen zur Mitarbeiterförderung also geringfügig voneinander unterscheiden.

Die bekanntesten Maßnahmen sind :

  • Workshops
  • Seminare
  • spezielle Schulungen und Kurse
  • teambildende Maßnahmen
  • Übernahme von Kosten durch Sach- und Personenschäden
  • Mitarbeitergespräche

Mit Mitarbeiterförderung die Attraktivität als Arbeitgeber steigern

Mit Personalentwicklungen sollen also zwei Ziele verfolgt werden: die Forderung und Förderung von Mitarbeitern sowie die Sicherstellung des Unternehmenserfolges. Es sind also gezielte Maßnahmen erforderlich, um Mitarbeiter zu qualifizieren, so dass sie bestmöglich zum unternehmerischen Erfolg beitragen und durch ihre Weiterentwicklung gleichzeitig motiviert bleiben. Dies setzt eine strategische Personalentwicklung voraus, welche auf langfristige Ziele ausgerichtet ist. Nur so entsteht für beide Seiten – Arbeitgeber und Arbeitnehmer – eine Win-Win-Situation. Eine Möglichkeit besteht etwa darin, dass Arbeitgeber die Online Weiterbildung fördern. Allerdings beginnt Personalentwicklung in erfolgreichen Unternehmen nicht erst dann, wenn der Mitarbeiter bereits fester Bestandteil im Unternehmen ist. Auch beim Recruiting lassen sich mit gezielten Maßnahmen unternehmensspezifische Ziele verfolgen.

Welche Ziele verfolgt nun die Personalentwicklung? Insgesamt lassen sich in der Mitarbeiterförderung drei große Ziele ausfindig machen. Diese sind

 

  • Wettbewerbsfähigkeit und Wissensvorsprung:
    Die Anmeldung von Patenten, innovative Ideen und einfache Vertriebserfolge gehen letztendlich immer auf die Mitarbeiter zurück. Je besser ausgebildet ein Mitarbeiter ist, umso mehr kann das Unternehmen glänzen. Ein wichtiges Ziel der Personalentwicklung besteht also darin, jeden einzelnen Mitarbeiter hinsichtlich seiner Stärken und Interessen zu fördern. Eine Option ist, Arbeitnehmer mit neuen Herausforderungen zu konfrontieren. Aber auch Coaching und klassische Weiterbildungsmaßnahmen sind weit verbreitet.
  • Unterstützung strategischer Unternehmensziele:
    Die Konkurrenz am Markt ist groß, dementsprechend wichtig ist es für Unternehmen, sich permanent selbst zu verändern und weiterzuentwickeln. Nur so kann ein langfristiger Erfolg gelingen. Während sich mit diesen Dingen die Organisationsentwicklung befasst, ermöglicht die Personalentwicklung es überhaupt erst, solche Transformationsprozesse gezielt zu unterstützen.
  • Mitarbeiterbindung und -motivation:
    Ebenso essentiell bei der Personalentwicklung ist die Bindung und Motivation der gesamten Belegschaft. Ein guter Personaler zeichnet sich dadurch aus, dass er die Bedürfnisse seiner Mitarbeiter mit zukünftigen Anforderungen des Unternehmens in Einklang bringt. Dadurch ergeben sich zahlreiche neue Vorteile. So kann zum Beispiel die Fluktuation im Unternehmen gering gehalten werden. Gleichzeitig kommt es zu einer Produktivitätssteigerung und einer Verbesserung der Arbeitsatmosphäre.

Effektive Maßnahmen zur Personalentwicklung

Innerhalb der Personalentwicklung gibt es verschiedene Instrumente, die eingesetzt werden können. Diese lassen sich anhand der räumlichen Relation zum Unternehmen und zum Arbeitsplatz voneinander unterscheiden:

 

  • Before the Job bzw. Into the Job Maßnahmen: vorbereitende Maßnahmen für die Mitarbeiter von morgen.
  • On the Job Maßnahmen: begleitende Maßnahmen zur Sicherstellung eines optimierten Arbeitsplatzes.
  • Along the Job Maßnahmen: berufsbegleitende Maßnahmen mit Nähe zum Arbeitsplatz.
  • Near the Job Maßnahmen: Maßnahmen abseits des eigenen Arbeitsplatzes mit klarem Bezug zum eigenen Unternehmen.
  • Off the Job Maßnahmen: alle Maßnahmen, die außerhalb des eigenen Unternehmens stattfinden.

Wir zeigen, worin die Unterschiede liegen und gehen hierfür spezifisch auf drei Bereiche und mögliche Maßnahmen ein.

Tipp 1: Berufseinsteiger fördern – Maßnahmen aus dem Bereich „before the job“

Fachkräftemangel und demographischer Wandel stellen den Arbeitsmarkt vor zahlreiche Herausforderungen. Unternehmen sollten schon heute an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von morgen denken. Dies gelingt mit berufsvorbereitenden Maßnahmen, mit denen potentieller Nachwuchs ausgebildet, gefördert und an das Unternehmen als Arbeitgeber gebunden werden kann. Ein bekanntes Beispiel sind betriebsinterne Berufsausbildungen mit einem entsprechenden Ausbildungskonzept. Aber auch ein berufsbegleitendes duales Studium, Praktika, Coaching und Trainee-Programme sind wertvolle Instrumente der Personalentwicklung. Für den Mitarbeiter haben diese Maßnahmen den Vorteil, dass sie optimal auf den Berufsstart vorbereitet werden.

Tipp 2: Angestellte fördern – Maßnahmen aus dem Bereich „along the job“

Wer seine Mitarbeiter wertschätzend behandelt, kann seine Attraktivität als Arbeitgeber enorm steigern. Dazu gehört nicht nur, Arbeitnehmer intensiv einzuarbeiten, auch berufsbegleitende Maßnahmen tragen zur aktiven Mitarbeiterförderung bei. Besonders gerne gesehen ist eine Förderung von Weiterbildungen, bei denen sich der Arbeitgeber finanziell beteiligt. Im Mittelpunkt steht dabei immer die Vermittlung neuer Qualifikationen, wobei zwischen Ergänzungsqualifikationen, Anpassungsqualifikationen und Ausstiegsqualifikationen unterschieden wird. Hierzu gehören auch speziellen Maßnahmen zur Aus- und Weiterbildung so genannter „High Potentials“. Der Arbeitgeber profitiert, indem er für Nachwuchs unter den Führungskräften sorgt, Arbeitnehmer fühlen sich gleichzeitig ausreichend in ihrer Karriereplanung unterstützt.

Tipp 3: Mitarbeitermotivation fördern – Maßnahmen aus dem Bereich „off the job“

Ob Team-Event oder Workshop am Wochenende – alle Maßnahmen aus dem Bereich „off the job“ gehören zur Königsdisziplin der Personalentwicklung. Hierunter fallen Fort- und Weiterbildungen ohne räumliche Nähe zum Arbeitsplatz, etwa in Lehrwerkstätten, einer Trainings- oder Ausbildungseinrichtung. Auch individuelles, mobiles E-Learning, das entkoppelt von der betrieblichen Arbeitszeit und vom Arbeitsplatz stattfindet, ist möglich. Das Ziel dabei: betriebsübergreifende Fach- und Methodenkompetenzen vermitteln sowie Veranstaltungen zur Persönlichkeitsentwicklung in einem geschützten Raum anbieten. Weil solche Maßnahmen in der Regel mit hohen Kosten einhergehen, müssen sie genau geplant sein. Sehr erfolgsversprechend sind zum Beispiel Maßnahmen zur Teamentwicklung sowie zur Mitarbeitermotivation. Bekanntestes Beispiel: Wochenendseminare, bei denen man sich am Ende des Tages mit seinen Kollegen verabredet, um gemeinsam auf die Bowlingbahn zu gehen oder den Abend in der Kneipe ausklingen zu lassen.

Wie kann der Erfolg innerhalb der Personalentwicklung sichergestellt werden?

Eine erfolgreiche Personalentwicklung setzt eine sorgfältige Herangehensweise voraus. Dazu gehört die Durchführung einer Bedarfsanalyse, wobei der Ist-Zustand mit dem Soll-Zustand verglichen wird. Anhand der Ergebnisse der Bedarfsermittlung lassen sich systematische Maßnahmen planen. Bei diesen gilt, dass es nicht nur um Qualifikation und Bildung gehen sollte – auch der Spaß aller Beteiligten sollte im Vordergrund stehen. Denn so werden Personalentwicklungsmaßnahmen von Mitarbeitern gerne angenommen und engagiert unterstützt.