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28. November 2018

Bessere Chancen durch Berufsbegleiter

Eine Bewerbung zu verfassen, ist nicht einfach. Selbst erfahrene Bürokaufleute, die den ganzen Tag nicht anderes tun, als geschäftlich zu korrespondieren, haben ihre Probleme mit dem Verfassen von Bewerbungsunterlagen. Sogar Personaler, die täglich viele unterschiedliche Bewerbungen sichten, sind hier teilweise unsicher. Lebensläufe zu erstellen, ist dabei nicht die Schwierigkeit. Welche Informationen in einen guten tabellarischen Lebenslauf gehören, kann man heutzutage auf vielen Internetseiten recherchieren.

Aber wie viel Norm auch immer in den Unterlagen stecken mag: Die eigene Handschrift (im übertragenen Sinne), vor allem beim Anschreiben, ist das, was letztlich darüber entscheidet, ob man zum Vorstellungsgespräch eingeladen wird oder nicht. Und auch auf Seiten des Entscheidungsträgers kann das, was dem einen besonders gefällt, einem anderen bereits negativ ins Auge stechen.

Nun kann man sich gut vorstellen, wie es einem Jugendlichen kurz vor dem Schulabschluss geht. Die Eltern und die Lehrer liegen einem damit in den Ohren, dass es jetzt Zeit wäre, sich um die Bewerbungen zu kümmern. Doch wie das so ist, wenn man etwas noch nie getan hat: Es wird nach hinten verschoben. Und letztlich kann genau die späte Bewerbung der Grund sein, warum der Traumjob bereits vergeben ist.

Damit es nicht soweit kommt, haben viele Schulen bereits damit angefangen, den Jugendlichen diesen Schritt zu vereinfachen. An vielen Oberschulen, Realschulen, Gesamtschulen und Gymnasien sind bereits seit einigen Jahren Berufsbegleiter im Einsatz.

Chancenbildung durch frühen Einsatz

Die Hauptaufgabe eines Berufsbegleiters liegt natürlich darin, Jugendliche bei der Berufswahl und dem Übergang von der Schule in den Beruf zu unterstützen. Er bleibt auch die ersten Monate an der Seite des neuen Auszubildenden und unterstützt beispielsweise auch in der Berufsschule und sogar während eines Berufsvorbereitungsjahres oder in Berufseinstiegsklassen.

Doch damit ist es nicht getan. Viele Jugendliche kommen aus einem schwierigen Elternhaus, haben schlechte Schulnoten und hätten aufgrund persönlicher Probleme häufig keine bzw. geringe Chancen auf einen guten Ausbildungsplatz. Ein Berufsbegleiter ist daher immer auch eine Bezugsperson und ein Ansprechpartner für die betreuten Teens und motiviert immer wieder zu Taten. Jeder kennt doch den inneren Schweinehund, der vom Sport oder von der eigentlich gewollten gesunden Ernährung abhält. Hier setzt der Berufsbegleiter an. Regelmäßige Treffen und Absprachen sorgen dafür, dass bestimmte Regeln eingehalten und vereinbarte Tätigkeiten erledigt werden.

Ein ganz besonderer Vorteil ist daher, dass die Berufsbegleitung nicht erst dann einsetzt, wenn es zu spät ist, sondern bereits ab der achten Klasse. Dies ermöglicht es, schlechten Noten noch entgegenzuwirken und Verhaltensweisen wie unzureichendes Lernen vor Klassenarbeiten oder fehlende Hausaufgaben abzuschalten bzw. zu verbessern. Dies führt meist zu einem Bewerbungszeugnis, das sich hinter anderen nicht verstecken muss

Leider gibt es jedoch pro Schule in der Regel nur ein bis zwei Berufsbegleiter. Die Anzahl der Schüler, die auf seine Dienste hoffen können, ist eher gering. Die Auswahl erfolgt hier nach Bedürftigkeit. Ein Problemschüler hat somit höhere Chancen auf diese Hilfe als ein Einserschüler. Auch Familien in besonderen Situationen, wie z. B. nach einer Scheidung oder dem Tod eines Elternteils, bekommen diese Unterstützung.

Welche Hilfen gibt es sonst noch?

Wie oben bereits erwähnt, schüttelt in der Regel niemand eine Bewerbung aus dem Ärmel. Vor allem Jugendliche nicht, auch wenn die Noten anderes vermuten lassen. Welcher 16-Jährige hatte denn bereits Kontakt mit Unternehmen und weiß, wie man diese am besten anspricht, wie eine Bewerbung interessant wird und was genau alles dazugehört? Zwar werden regelmäßig Bewerbungstrainings angeboten, jedoch werden die Kosten dafür von der Arbeitsagentur meist nur für arbeitslose Personen übernommen. Als Schulabgänger wird es also teuer.

Die Lösung sind Onlineportale, die sich mit diesem Thema beschäftigen. Hier finden die jungen Bewerber jede Menge Informationen rund um die Themen Bewerbung, Einstellungstest, Vorstellungsgespräch, Lebenslauf und Anschreiben sowie eine Übersicht, welche Anhänge der Bewerbung beizufügen sind.

Weitere nützliche Hinweise zu Anhängen finden Sie hier

Geschrieben von: Heidi (extern)

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