Gutes betriebliches Eingliederungsmanagement

Wer sich die nach wie vor leider sehr hohen aktuellen Zahlen ansieht, die unter deutschen Arbeitnehmern erhoben wurden, kann nicht umhin, fest zu stellen, dass die Zufriedenheit der Deutschen mit ihren Arbeitsbedingungen unverändert eher subpotimal ist. Die Arbeit als solche, die Struktur der Firma, der Chef, die Kollegen, der Druck, die Bezahlung, die fehlende Anerkennung: All diese Elemente scheinen in diesem Land doch sehr verbesserungswürdig zu sein. Wenn man als Vorgesetzter oder Geschäftsführer für bessere Verhältnisse sorgen will, sollte man sich diese Zahlen im Hinterkopf immer vergegenwärtigen und sie auch als persönlichen Ansporn nutzen, „seinen“ Angestellten etwas Besseres zu bieten und so die erwähnte Statistik ein wenig nach oben zu korrigieren. Die besten Arbeitergeber 2016 in Deutschland laut Focus können Sie übrigens hier einsehen.

Was hält die Moral hoch?

Neben der Bezahlung, die sicher immer noch ganz weit oben als Kriterium der Zufriedenheit steht, ist ein gutes betriebliches Eingliederungsmanagement oft eine Maßnahme, die man nicht unterschätzen sollte. Wer ein Team vor sich hat, das aus lauter Individuen besteht, muss sich ohnehin klar machen, dass nicht immer alles reibungslos verläuft. Es finden oft sogar Ausgrenzungen innerhalb der Teams statt, das gefürchtete Mobbing, das dazu führen kann, dass ein Mitarbeiter verstärkt auch Fehlzeiten aufweist. Was dies, wenn es massiert auftritt, für eine Firma bedeutet, ist klar. Hohe Fehlbestände sind finanziell ein Desaster, das sich keine Firma leisten kann. Als eine Maßnahme eines gelungenen betrieblichen Eingliederungsmanagements empfehlen sich von daher vertrauliche Gespräche, bei denen die Ursache von Krankheiten und Fehltagen erforscht werden. Wie man auf der Seite karrierepropeller.de nachlesen kann, ist diese Art, mit Mitarbeitern in solchen und ähnlichen Situationen umzugehen, durchaus üblich. Und es ist auch klar, dass diese Gespräche sich als sehr Gewinn bringend für beide Seiten erweisen.

Den Stand des einzelnen Mitarbeiters berücksichtigen

Mobbing ist ein Faktor, der sich oft relativ leicht durch die Bildung neuer Teams verändern lässt. Aber man sollte als Verantwortlicher auch immer sehen, dass die Mitarbeiter sich über die Jahre verändern. Kurse für den Umgang mit Mobbing finden Sie hier. Dies wirkt sich auf die Leistungsfähigkeit durchaus aus. Selbst ein routinierter und grundsätzlich loyaler bzw. motivierter Mitarbeiter, der der Firma viele Jahre lang treu ist, kann sich im Job „verschleißen“. Wenn die Kräfte schwinden, ist es oft deutlich schwerer, das bisher gewohnte Pensum zu halten. Gerade in den modernen Zeiten, in denen „mehr und schneller“ gefordert sind, fallen ältere Mitarbeiter manchmal weit zurück. Als Maßnahme würde sich hier empfehlen, die Betroffenen auf die Option der Teilzeit hin zu weisen und gezielt darauf hin zu arbeiten. Diese Option kann den Druck auf den Mitarbeiter gewaltig reduzieren und sogar zu neuer Motivation und Kraft beitragen.

Umgruppierungen sind oft zielführend

Manche Teams laufen „wie am Schnürchen“, während andere zu lahmen scheinen. Die Option, jemanden, der länger ausgefallen ist, in ein neues Team zu integrieren, ihn mit neuen Aufgaben zu betrauen, kann sich als Segen erweisen. Sich sozusagen neu zu sehen, neue, reizvolle Aufgaben zu erhalten – das kann als Eingliederungshilfe sehr gut ankommen. Eine gewisse Dynamik ist ja ohnehin gut, wenn man in einem Betrieb nicht auf dem Stand des „Das haben wir immer schon so gemacht“ stehen bleiben will. Und wenn man einen Mitarbeiter, der längere Zeit ausgefallen ist, an einen neuen Ort „stellt“, kann diese Dynamik ganz subtil entfacht werden und große Konsequenzen haben. Hier müsste also einfach der Betrieb als Ganzes gesehen werden, – und ein Team nur als temporäre „Veranstaltung“. Wie klar wird, ist in einem Betrieb nichts für immer, so dass sich auch diverse sinnvolle Eingliederungsmaßnahmen erarbeiten lassen.

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