Studienfinanzierung: Mit einem Job das Studium finanzieren

Jedes Jahr entscheiden sich Tausende junge Menschen, ihre schulische Laufbahn an einer Universität des Landes abzuschließen, bevor sie in die Berufswelt eintreten. Das Studium ist für die meisten jungen Menschen mit einem hohen Kostenaufwand verbunden: Der Umzug in eine neue Stadt, Zahlung von Mieten und anderen Unterhaltskosten sowie den Studiengebühren. Gerade die Studiengebühren sind für Studenten ein großes Problem, mit dem jeder von ihnen auf unterschiedliche Weise fertig wird.

Eltern finanzieren viele Studiengänge

Eine Umfrage des IfD Allensbach und Reemtsma Begabtenförderungswerk gibt Aufschluss über die Finanzierung des Studiums. Demnach finanzieren die Eltern in fast jedem zweiten Fall (46,1 %) die Ausbildung des jungen Erwachsenen. Jeder Dritte (31,9 %) jobbt neben dem Studium, 14,9 Prozent erhalten BAföG. Darlehen (2,3 %) und Stipendien (1,9 %) nehmen bei der Finanzierung eine untergeordnete Rolle ein. In den USA zum Beispiel sind die jungen Menschen offener, ein Darlehen zur Finanzierung des Studiums zu nutzen.

Das Verlassen auf die Eltern ist nicht für jeden zukünftigen Studenten eine Option. In vielen Familien stehen nicht die finanziellen Mittel zur Verfügung, um dem Kind das Studium zu bezahlen. Betroffene müssen in diesen Fällen nach Alternativen suchen oder verschiedene Finanzierungsmodelle kombinieren. Studenten, die nebenbei jobben, haben gleich zwei Vorteile:

  1. Sie sammeln wertvolle Erfahrung, die ihnen in ihrem Privat- und Berufsleben weiterhelfen kann.
  2. Sie sind unabhängig und finanzieren ihr Studium aus eigener Kraft

Studenten müssen bedenken, dass ein Nebenjob die Zeit zum Lernen reduziert. Sie erhalten dadurch einen Einblick in das spätere Familienleben, in dem sie ihre zur Verfügung stehende Zeit zwischen ihrem Beruf und ihrer Familie aufteilen müssen. Eine ausgeglichene Work-Life-Balance ist vonnöten, um diese Herausforderung zu meistern.

Jobsuche: Der zum Studium passende Nebenjob

Studentenjobs unterscheiden sich grundlegend von klassischen Arbeitsstellen. Für viele Studenten ist der Nebenjob nichts weiter als ein Mittel zur Finanzierung des Studiums. Folglich entscheiden sie sich für Nebenjobs, die keine große Qualifikation erwarten oder eine lange Einarbeitungszeit benötigen. Klassische Jobs sind Kellnern, Babysitten, auf Messen arbeiten oder Nachhilfe anbieten.

Die genannten Jobs bringen die zur Finanzierung des Studiums benötigten Mittel, sie helfen dem Studenten aber nicht im (späteren) Leben weiter. Er sammelt keine grundlegende Erfahrung in der Berufswelt, die er in seinem späteren Job anwenden könnte. Aus diesem Grund ist es sinnvoller, nach Nebenjobs im gewünschten Themenumfeld zu suchen. Ein solcher Nebenjob erhöht die Karrierechancen, da die Chancen groß sind, nach dem Studium übernommen zu werden.

Wo beginnen Studenten die Jobsuche? Ein Artikel von Karrieremagazin.de empfiehlt Studenten, Jobbörsen wie stellenmarkt.de oder joboter.de zu nutzen. Alternativ gibt es auch auf unserer Webseite regelmäßig Stellenangebote.

Rechtliche Aspekte bei der Jobwahl beachten

Studentenjobs werden in zwei Kategorien eingeordnet:

  1. Ferienjobs, die kurzfristig sind
  2. Langzeitjobs, welche bis zum Abschluss des Studiums laufen

Studenten der ersten Kategorie sammeln eher Berufserfahrung und sind nicht auf die finanziellen Erlöse des Jobs angewiesen. Langzeitjobs dienen dazu, das Studium zu finanzieren.

Wer sich für das kurzfristige Arbeitsverhältnis entscheidet, muss wissen, dass er maximal 50 Arbeitstage im Jahr vollbringen darf. Ein Arbeitsverhältnis darf nicht länger als zwei Monate laufen. Der Vorteil dieser Jobs liegt darin, dass es keine Lohnobergrenze gibt, Studenten keine Lohnsteuer zahlen und der Job rentenversicherungsfrei ist.

Für den langfristigen Nebenjob gelten andere Kriterien: Studenten dürfen maximal 19 Stunden pro Woche arbeiten und maximal 400 Euro pro Monat verdienen. Der Arbeitgeber zahlt die Sozialabgaben, der Student zahlt keine Steuern. Der 400-Euro-Nebenjob lohnt sich in Kombination mit den BAfÖG. Studenten müssen in diesem Fall auf die Verdienstobergrenze von aktuell 4.206 Euro achten.

Studenten, denen die 400 Euro pro Monat nicht ausreichen, können natürlich länger arbeiten. Bis zu einem monatlichen Einkommen von 800 Euro profitieren sie von gestaffelten Beiträgen bei der Rentenversicherung. Auf ihren Lohn müssen sie jedoch Steuern und Abgaben zahlen. Am Ende des Jahres können sie sich einen Teil der Steuern über den Freibetrag zurückholen.

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