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16. Dezember 2013

Mit offenen Armen empfangen: Frauen in der IT

„Ich bin eine Frau“ scheint vor allem in den Führungspositionen der IT-Branche immer noch ein „Sesam, öffne dich!“ zu sein. In kaum einer Branche sind Frauen so begehrt wie in den oberen Etagen von IT-Unternehmen. Denn hier sind qualifizierte weibliche Führungskräfte immer noch Mangelware – auf einem Markt, auf dem die Experten und Expertinnen sowieso schon rar gesät sind. Umso leichter ist es für Frauen, in der Branche einen Quereinstieg zu wagen und sich schnell die Karriereleiter nach oben zu bewegen.

Die IT-Branche hinkt mit ihrer Frauenquote dem deutschen Durchschnitt hinterher: Lediglich vier Prozent der Führungskräfte in den Unternehmen sind weiblich, und über die Hälfte dieser Führungskräfte sind im Personalbereich beschäftigt. Frauen an der Spitze, die bei technischen Prozessen das Sagen haben, sind die absolute Ausnahme. Die meisten Unternehmen sind bestrebt, dies zu ändern – und kämpfen erbittert um jede qualifizierte Frau.

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Managerinnen sind Mangelware

Dabei ist der Arbeitsmarkt der IT-Branche alles andere als traditionell oder festgefahren. Nirgendwo sonst sind Quereinstiege derart leicht möglich und Abschlüsse derart unwichtig. Nicht der Lebenslauf, der soziale Hintergrund oder die Abschlussnote zählen hier, sondern Erfahrung, die meistens informell erworben wird. „Learning by doing“ ist das Schlagwort in einer Branche, in der sich die Arbeitsbedingungen schneller wandeln, als sich die Lehrpläne der Universitäten und Fachhochschulen anpassen können. Und dementsprechend breit gesät sind die Arbeitnehmer: Nur die wenigsten verfügen über ein klassisches Informatik- oder Wirtschaftsstudium, die meisten kommen über ihre Hobbys oder über Praktika in die Branche. Wer schnell lernt und fähig ist, kann sich behaupten – und es innerhalb von kurzer Zeit zu einem beachtlichen Gehalt und einer begehrten Positionen bringen.

Dieser Fakt gilt für alle, aber besonders für Frauen. Seit 2011 gibt es sogar eine von Bitkom ins Leben gerufene Initiative, welchen den erheblichen Geschlechterunterschied ausgleichen soll. Eine Quote bringt in diesem Falle aber wenig: Wenn sich keine qualifizierte Frau auf den Job bewirbt, kann auch keine Quote erfüllt werden. So ist die Frauenquote laut einem Artikel in der Computerwoche über Frauen in der IT-Branche in den letzten Jahren sogar gesunken statt gestiegen.

SAP-Kenntnisse als Schlüssel zum Erfolg in der IT-Branche

Wenn „Ich bin eine Frau“ der Türöffner zur Schatzkammer ist, sind SAP-Kenntnisse der Schlüssel zu den unermesslichen Reichtümern, die in der Grotte warten. SAP-Manager und Managerinnen zählen zu den begehrtesten und bestbezahltesten Fachkräften der Welt. Experten verdienen zwischen 60.000 und 90.000 Euro im Jahr und werden wöchentlich von Headhuntern angerufen, die noch lukrativere Angebote machen. Dazu ist die Arbeit als SAP-Berater sehr interessant: Neben dem tiefen Einblick in die Unternehmensabläufe gehört zur Arbeit oft auch ein großes Maß an Reisen und ein sehr vielfältiges Aufgabenfeld.

SAP ist eine Business-Software, die in den meisten Unternehmen eingesetzt wird. Sie untergliedert sich in die folgenden Unterbereiche:

  • Beschaffungsmanagement
  • Costumer Relationship Management
  • Enterprise Ressource Planning
  • Finanzmanagement
  • Personalmanagement
  • Produktmanagement
  • Supply Chain Management
  • Geschäftsprozesse

SAP-Berater sind fast immer auf eines dieser Felder beschränkt, da die Software so komplex ist, dass eine breitere Beratung nicht möglich ist. Zusätzlich zur Softwarekenntnis wird von SAP-Managern und Managerinnen erwartet, dass sie Fremdsprachen sprechen, kommunikativ sind und einen guten Führungsstil haben. Wer sich in diesen Bereichen sicher fühlt und durch Praktika bereits einen Einblick in das Berufsfeld hatte, für den ist ein Quereinstieg in die SAP-Beratung sehr leicht und sehr lukrativ.

Quereinstieg über kleinere Beratungsfirmen

SAP-Berater sind entweder fest in einem Unternehmen angestellt oder arbeiten für eine SAP-Beratungsfirma. Gerade diese Firmen sind perfekt für den Einstieg in die Karriere in einem IT-Unternehmen: Hier kann der entsprechende Teil der Software fundiert gelernt werden. Laut einer Informationsseite für SAP-Nachwuchskräfte von der Beraterfirma Biber & Associates können auch Geisteswissenschaftler, Juristen oder andere Akademiker mit einer gewissen Hartnäckigkeit eine solche Stelle ergattern. Laut Biber & Associates gleichen sich die Gehälter von gelernten SAP-Beratern und Quereinsteigern innerhalb weniger Jahre an. Aufgrund der Vielzahl an lukrativen Stellenangeboten für SAP-Berater, sind weder eine spezifische Hochschulausbildung noch eine SAP-Zertifizierung nötig, um in diesem Bereich Karriere zu machen.

Frauen, die über SAP-Kenntnisse in einem technischen Bereich verfügen, werden in den Unternehmen mit offenen Armen empfangen. Ihnen wird nicht nur der Einstieg leichter gemacht, sondern sie bekommen auch innerhalb kürzester Zeit sehr lukrative Stellenangebote – mit mindestens demselben Gehalt wie ihre männlichen Kollegen. Dafür ist allerdings auch eine große Bereitschaft, sich die technischen Abläufe anzueignen, vonnöten. Außerdem ist Teilzeit ist in der SAP-Beratung immer noch ein Fremdwort; die Arbeit ist so verantwortungsvoll und fordernd, dass die Arbeitszeit eher weit über 40 Stunden pro Woche liegt, als unterhalb. Jedoch: Wenn frau diese Abstriche in Kauf nimmt, hat sie in der SAP-Beratung momentan die größten Chancen, eine steile Karriere zu beginnen.

Geschrieben von: Heidi (extern)

Kommentare

  1. […] und dabei sind einige Kriterien zu beachten: Gibt es eine studienrelevante Sprache wie zum Beispiel für Informatiker Englisch? Hier sind die meisten Fachbücher nur auf Englisch erhältlich und Fachausdrücke sind […]

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