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18. November 2013

Bildungsschecks in Sachsen und Nordrhein-Westfalen

Kompetente Fachkräfte für erfolgreiche Unternehmen können nur durch Bildung erreicht werden. Der Fachkräftemangel zieht sich mittlerweile durch zu viele Branchen. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, gibt es den sogenannten Bildungsscheck. Die Landesregierung fördert damit Weiterbildung und unterstützt die Fachkräfteinitiative. Finanziert wird der Bildungsscheck durch den Europäischen Sozialfonds (ESF). Doch zwischen den Bundesländern gibt es so manche Unterschiede zu beachten. Im Folgenden finden Sie hilfreiche Informationen zum Bildungsscheck in Nordrhein-Westfalen und Sachsen.

Sechs Bundesländer vergeben Bildungs- und Qualifizierungsschecks. Die Fördermaßnahmen von Sachsen und Nordrhein-Westfalen stehen hier im Vordergrund.

Weiterbildungsscheck Sachsen

Sachsen fördert mit Mitteln des ESF folgende Projekte:

  • Beschäftigungspolitische Projekte
  • Beispielsweise Projekte der betrieblichen und beruflichen Weiterbildung
  • Bildungsschecks für die berufliche Weiterbildung

Höhe der Förderung in Sachsen:
Arbeitnehmer mit einem maximalen Bruttoeinkommen von 2.500 Euro haben Anspruch auf 80 Prozent der Weiterbildungskosten. Angestellte mit einem Gehalt zwischen 2.500 und 4150 Euro brutto erhalten 60 Prozent der Fortbildungskosten, wenn sie eine dieser Voraussetzungen erfüllen:

  • Alter über 50 Jahre
  • In Teilzeit, Befristung oder Leiharbeit tätig
  • Erwerb eines ersten akademischen Abschlusses

Seit August 2012 werden ebenfalls arbeitslose Nichtleistungsempfänger gefördert. Sie bekommen 80 Prozent der Kosten erstattet. Nur Weiterbildungen, die mindestens 650 Euro kosten, sind förderfähig. Achtung: Für beide Empfängergruppen gilt, dass die Weiterbildung zunächst selbst getragen werden muss und der Bildungsscheck erst nach Abschluss der Weiterbildung erstattet wird.

Bildungsscheck Nordrhein-Westfalen

Das Land NRW fördert mit Hilfe des ESF folgende Projekte:

  • Weiterbildung, bei der es um berufliche Qualifizierung geht und wo fachliche Kompetenzen oder Schlüsselqualifikationen vermitteln werden. Dazu gehören: (berufs-)abschlussbezogene Angebote, Sprachkurse, EDV-Schulungen, Lern-und Arbeitstechniken.
  • Arbeitsplatzbezogene Qualifizierungen können dagegen nicht gefördert werden, darunter fallen Maschinenbedienerschulungen oder Schulungen zu Produktneueinführungen.
  • Jeden einzelnen Arbeitnehmer, der sich individuell anmeldet, ein Mal im Jahr.
  • In den ersten fünf Jahren ihrer Selbständigkeit Existenzgründerinnen und Existenzgründer, ebenso wie Berufsrückkehrende.
  • Besonders angesprochen werden Beschäftigte ohne Berufsabschluss und Zuwanderinnen und Zuwanderer, die eine Nachqualifizierung anstreben.

Höhe der Förderung in NRW:

Gefördert werden neben einzelnen Arbeitnehmern, die in NRW wohnhaft sind, auch kleine und mittlere Unternehmen, wenn sie nur bis zu 250 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte haben. Der Bildungsscheck ist als Zuschuss zu verstehen und beinhaltet maximal 50 Prozent der Weiterbildungskosten. Die Summe wurde in diesem Jahr von bislang 500 Euro auf 2.000 Euro angehoben. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) können jährlich bis zu 20 Bildungsschecks in Anspruch nehmen. Für die Beantragung des Bildungsschecks ist die Beratung in einer qualifizierten Beratungsstelle notwendig.

Unterschiede auf einen Blick

Die Unterschiede zwischen den beiden Programmen werden vor allem in der Höhe der Förderung deutlich. Der Bildungsscheck in NRW ist auf maximal 50 Prozent der Gebühren beschränkt, während in Sachsen eine Förderung von bis zu 80 Prozent möglich ist. Der Besuch einer Beratungsstelle entfällt in Sachsen. Zudem wird in Sachsen ein Schwerpunkt auf die Förderung von älteren und arbeitslosen Leistungsempfängern gelegt. In Nordrhein-Westfalen stehen hingegen kleine und mittlere Unternehmen im Vordergrund. Auf die Unterstützung von Sprachkursen wird in NRW ebenfalls großen Wert gelegt.

Hilfreiche Informationen
Auch auf www.incas-training.de finden Interessierte viele, hilfreiche Informationen zu den Förderprogrammen. Beispielsweise stehen Materialien zu einer Förderung innerhalb von IT-Weiterbildungen bereit. Nützlich sind darüber hinaus die neuen Fördermöglichkeiten in NRW seit dem 01.09.2013. Die Standorte von INCAS befinden sich über alle Bundesländer hinweg, so dass auch in Ihrer Nähe ein Trainingsstandort zu Weiterbildungen aufgesucht werden kann.
Offene Fragen zum Weiterbildungsscheck in Sachsen lassen sich beispielsweise hier schnell klären.

 

Geschrieben von: Heidi (extern)

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