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22. August 2013

Sommerzeit: Wie Bewerber die Urlaubsstimmung zu ihrem Vorteil nutzen können

Eine Initiativbewerbung im Sommer bringt Aufmerksamkeit, Foto: © Anton Porsche, pixelio.de

Eine Initiativbewerbung im Sommer bringt Aufmerksamkeit, Foto: © Anton Porsche, pixelio


Wenn Arbeitnehmer von der Sommerzeit hören, denken die meisten von ihnen automatisch an den Urlaub. Kurz vor den lang ersehnten Ferien sind viele Arbeitnehmer bereits mit ihren Gedanken auf Mallorca oder einem anderen Urlaubsziel. Für andere Menschen ist der Sommer in den letzten Jahren nicht unbedingt die schönste Zeit. Während die Kollegen die schönsten Strände der Welt genießen, verbringen sie ihre Freizeit auf Balkonien. Der Grund: Arbeitslosigkeit.

Mit einem knappen Budget ist die Sommerzeit nicht so erfreulich wie mit einem prall gefüllten Geldbeutel. Für die Betroffenen haben wir gute Nachrichten: Der Urlaub auf Balkonien muss nicht länger sein. Die Sommerzeit lässt sich nutzen, um auf Jobsuche zu gehen. Dabei empfehlen wir niemandem, einen bereits geplanten Urlaub abzusagen. Wer allerdings keine Sommerpause einlegen möchte, kann diese Zeit auch sinnvoll nutzen.
Rund um die Sommerzeit gibt es zahlreiche Vorurteile, die viele Bewerber abschrecken, ihr Curriculum Vitae bei der Wunschfirma einzureichen. Typische Beispiele:

  • In den Sommermonaten sind alle Personaler bereits im Urlaub.
  • Kein Mensch sucht neue Mitarbeiter im Sommer.
  • Personaler schauen sich Bewerbungen erst nach der Sommerpause an.
  • Die Bewerbung geht in der Sommerflaute unter.
  • Niemand bewirbt sich zu einem Zeitpunkt, zu dem alle im Urlaub sind.

Viele dieser Vorurteile sind falsch und schlichtweg unsinnig. Wenn es um die berufliche Zukunft geht, gibt es keinen idealen Zeitpunkt. Jede Chance sollte ergriffen werden.

Warum sich die Sommerzeit für Initiativbewerbungen eignet

Die Annahme, dass die Personalabteilungen vieler Unternehmen im Sommer schwach besetzt sind, ist richtig. Bei großen Firmen sind allerdings immer mehrere Personaler anwesend. Sie nehmen jedes Jahr abwechselnd Urlaub, sodass immer jemand zurückbleibt, um eventuelle Bewerber zu interviewen. Als Bewerber hat man genau in dieser Zeit einen ernst zu nehmenden Vorteil: Potenzielle Konkurrenten gehen davon aus, dass eine Bewerbung im Sommer sinnlos ist – sie bewerben sich also gar nicht erst, sondern warten ab.

Sie haben mit einer Initiativbewerbung die Möglichkeit, Aufmerksamkeit zu erregen. Unabhängig von der eigenen Bewerbung fällt man also, ohne groß etwas zu tun, positiv auf. Wer sichergehen möchte, dass tatsächlich ein Personaler anwesend ist, der ruft vorher an und sagt bescheid, dass in den kommenden Tagen eine Bewerbung eintreffen wird. Wenn ohnehin schon wenige Bewerbungen eingehen, kann man sein CV auch gleich persönlich abgeben. Vielleicht wird man auch direkt zu einem Interview eingeladen.

Ausschreibungen sind im Sommer wenige, dafür aber wichtig

Ein weiterer Grund, warum sich Bewerber davor scheuen, ihre Bewerbung im Sommer abzugeben, ist die Tatsache, dass die Zahl der Stellenausschreibungen geringer ist als in anderen Monaten. Das stimmt, jedoch ist dies nicht zwingend als etwas Negatives zu betrachten. Stellenangebote, die im Sommer ausgeschrieben werden, sind meist dringend und sollen sofort belegt werden. Personaler arbeiten im Sommer häufig etwas entspannter und suchen nur dann Mitarbeiter, wenn akuter Bedarf besteht. Genau das ist Ihre Chance. Wer schnell und richtig reagiert, der kann…

  • zu den ersten Bewerbern gehören.
  • das dringende Problem des Personalers lösen.
  • die Firma von seinen Fähigkeiten überzeugen.

Da diese Stellen meist umgehend besetzt werden müssen, haben Bewerber die Aufgabe, schnell zu handeln. Lange Kündigungsfristen bei ihrem aktuellen Unternehmen könnten ein Problem sein. Wer ohnehin keinen Job hat, für den kommt diese Opportunität dagegen genau richtig.

Initiativbewerbung im Sommer: Mit einem Flyer Interesse wecken

Initiativbewerbungen bieten Bewerbern die Möglichkeit, einen individuell passenden Job zu finden. Eine falsche Bewerbung kann die zukünftige Einstellung beim gewünschten Unternehmen aber auch zunichtemachen. Dennoch erhalten Unternehmen viele Initiativbewerbungen, von denen ein Großteil als standardisierte Massenbewerbung auffällt. Und genau hier liegt das Problem: Bei einer Bewerbung gilt „Klasse statt Masse“. In einer zunehmenden schwierigen wirtschaftlichen Lage versenden leider immer mehr Menschen Massenware, in der Hoffnung, dass sie mit Glück bei einem Unternehmen landen. In den meisten Fällen landet die Bewerbung direkt im Papierkorb.

Dabei sind Initiativbewerbungen im Sommer sehr sinnvoll, wenn die Umsetzung stimmt. Gerade im Sommer, wenn die ausgeschriebenen Stellen akut sind, können Bewerber mit dem gewissen Etwas punkten. Das gewisse Etwas ist in diesem Fall einer Flyer-Bewerbung. Sie eignet sich aus zwei Gründen für Initiativbewerbungen:

  • Sie fällt auf.
  • Sie hebt sie von der Masse ab.

Der Flyer ist im klassischen Sinne ein Marketing-Instrument zur Bewerbung von Dienstleistungen oder Produkten. Auf wenig Raum werden Fakten zur Werbekampagne, zum Produkt oder ein Slogan untergebracht, um die Zielgruppe kurzerhand zu überzeugen. Dieses Prinzip lässt sich auch auf die Berufswelt übertragen. In diesem Fall wird kein Produkt oder eine Dienstleistung beworben, sondern eine Person.

Laut saxoprint.de benötigt die Flyer-Werbung vor allem eines: Ein auffälliges und gutes Design. Sie soll Interesse wecken und den Arbeitgeber dazu bringen, den Bewerber zu kontaktieren und mehr über ihn zu erfahren beziehungsweise ihn zu einem Interview einzuladen. Die Herausforderung besteht allerdings darin, Lebenslauf, Referenzen und Qualifikationen kurz und knapp unterzubringen. Einziger Nachteil der Flyer-Bewerbung ist, dass sie nicht den Ansprüchen jeder Firma entspricht. Letztendlich ist ein Flyer lediglich ein Blatt Papier und könnte unter Umständen seinen Weg in den Papierkorb finden.

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Geschrieben von: Diane

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