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19. Juni 2013

Freigestellte Betriebsräte: Erneute Kandidatur und Wiederwahl oder Ausstieg aus der Freistellung?

Die betriebliche Interessenvertretung der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, kurz der Betriebsrat, ist laut Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) die grundlegende Ordnung für eine konstruktive Zusammenarbeit von Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Zuletzt wurde das BetrVG 2001 überarbeitet. Hauptgrund dafür war die notwenige Erleichterung der Bildung und Installierung von Betriebsräten in Kleinbetrieben. Um die Betriebsräte immer auf dem neuesten Stand zu halten, bieten Institute für Weiterbildung (freigestellte) Betriebsräten Fortbildungen an. Dort werden umfangreiches Wissen, Informationen und Tipps für eine erfolgreiche Betriebsratsarbeit vermittelt.

Eine Betriebsratsgründung basiert auf rechtlichen Grundlagen

Grundsätzlich kann jeder Arbeitnehmer die Initiative ergreifen, einen Betriebsrat zu gründen. Voraussetzung ist ein unbefristeter Arbeitsvertrag von mindestens fünf Beschäftigten mit einer nachweislichen Anstellungsdauer aller von mindestens sechs Monaten. Hat ein Unternehmen mehr als 200 Beschäftigte, muss der Betriebsrat ein Mitglied von seiner regulären Dienstpflicht entbinden, um sich in Vollzeit ganz auf die betriebsverfassungsrechtlichen Pflichten konzentrieren zu können. Ab 500 Mitarbeiter sind es zwei, ab 900 Mitarbeiter drei freistellungspflichtige Arbeitnehmer. Die Bestimmung eines ‚Freigestellten Betriebsrates‘ bedarf einer vorherigen Beratung mit dem Arbeitgeber sowie dem gesamten Gremium. Zu einer erfolgreichen Arbeitsgrundlage des ‚Freigestellten Betriebsrates‘ gehört das Wissen um seine Rechtsstellung. Nur so ist das Ausüben dieser bevorzugten Tätigkeit im Sinne einer Anerkennung und Akzeptanz im gesamten Unternehmen möglich. Schulungen für ‚Freigestellte Betriebsräte‘ beinhalten das kluge Umgehen mit allen Rechten und Pflichten eines ‚Freigestellten Betriebsrates‘ und vermitteln gleichzeitig das zielgerichtete Organisieren, sowie die Anleitung für eine professionelle Außendarstellung im Sinne des gesamten Unternehmens.

Freistellungen können variabel gestaltet werden

‚Freigestellte Betriebsräte‘ erfahren in Betriebsrastschulungen, -seminaren und -weiterbildungen die Besonderheiten in den unterschiedlichsten Formen der Freistellung. Das betrifft die vollständige Freistellung der regulären Dienstpflicht, geht über die Teilfreistellung, den beruflichen Tätigkeitsschutz bis hin zu den rechtlichen Klauseln der erneuten Kandidatur sowie der möglichen Wiederwahl und dem etwaigen Ausstieg aus der Freistellung. ‚Freigestellte Betriebsräte‘ üben Tätigkeiten auf Zeit aus: Ziele abstimmen, Konflikte lösen, einen respektvollen Umgang mit der Geschäftsleitung pflegen. Bei der Ausübung aller verantwortungsvollen Pflichten des ‚Freigestellten Betriebrates‘ ist es dennoch ratsam, das betriebliche Fortkommen im eigentlichen Tätigkeitsbereich niemals aus den Augen zu verlieren.

Der Ausblick auf das Betriebsrats-Wahljahr 2014

Betriebsratswahlen finden alle vier Jahre statt, das nächste Mal im Jahr 2014 vom 1.3.2014 bis 31.5.2014 . Dazu müssen, wenn erforderlich, neue Kandidaten gefunden werden. Beim Ausscheiden eines ‚freigestellten Betriebsrates‘ während einer Wahlperiode muss ein Nachfolger oder Nachfolgerin durch eine Wahl neu bestimmt werden. Ein Nachrücken ist rechtlich unwirksam. Zu Beginn einer neuen Wahlperiode kann sich jedes Betriebsratsmitglied zur Wahl stellen. Die erneute Abstimmung mit der Geschäftsleitung ist selbstredend. Seminare für Betriebsräte (z.B. bei http://www.poko.de/Betriebsrat/Seminare/Seminare/Betriebsrat-aktuell/Betriebsratswahl-2014/Betriebsratswahl-2014/) beraten und schulen Sie in allen Fragen rund um das Thema ‚Freigestellter Betriebsräte‘. Nur ein Unternehmen mit den zwei ausgeglichenen Säulen der Geschäftsführung und des Betriebsrates garantiert zufriedenes und erfolgreiches Arbeiten.

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Geschrieben von: Heidi (extern)

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