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5. Dezember 2012

Das Image des Lehrerberufs ist nicht mehr das, was es mal war

Es gab einmal Zeiten, da stand die Reputation des Lehrerberufs mit der von Ärzten und Richtern auf einer Stufe. Doch das Image der Lehrer unter der deutschen Bevölkerung, so ergab eine repräsentative Studie des traditionellen Umfrageinstituts für Demoskopie Allensbach (IfD), ist längst nicht mehr von der Hochachtung geprägt, wie es noch bis in die 1980er Jahre hinein der Fall war. Demnach halten inzwischen weniger als ein Drittel aller Bundesbürger die Lehrer nicht für überfordert, der Rest sieht genau dies als Grund für das schlechte Abschneiden der Schüler in nationalen und internationalen Tests. Zudem geht auch nur eine Minderheit der Befragten (12%) davon aus, dass die Pädagogen ihre Beruf lieben und stellen immerhin knapp 50 Prozent fest, dass  Lehrer nicht selten über die Belastungen ihres Berufs klagen.

Wandtafel

Bei der Ausbildung fangen die Belastungen bereits an

Die Belastungen der Pädagogen beginnen allerdings nicht erst, wenn sie als vollwertige Lehrer (mit oder ohne eigene Klasse) bereits seit einigen Jahren in der Schule arbeiten, sondern bereits vor dem eigentlichen Abschluss ihres Studiums. So klagen viele Lehramtsstudierende, dass durch die Reform der Studiengänge und der damit verbundenen Einführung der Bachelor- und Masterabschlüsse eine große Unsicherheit an den Universitäten aufgekommen ist, da inzwischen eine Vielzahl von Prüfungsleistungen parallel existieren. Selbst die Dozenten und Professoren behalten in diesem Dschungel nur selten den Überblick.

Die Vorbereitung ist oft ein Sprung ins kalte Wasser

Aber so richtig schlimm wird es für viele angehende Lehrer erst im sogenannten Vorbereitungsdienst, dem Referendariat. Je nach Bundesland müssen sie innerhalb eines bzw. innerhalb von zwei Jahren unter permanenter Beobachtung (und damit einhergehend: ständige Bewertung) ihren Unterricht absolvieren und zusätzlich noch Kurse besuchen. Aufgrund des an vielen Orten vorherrschenden Lehrermangels erhält die Mehrheit der Referendare dabei keine Schonfrist mehr, sondern muss schon innerhalb der kürzesten Zeit allein die Klassen, in denen sie unterrichten, leiten – früher gab es für sie noch eine Einarbeitungsphase von einem halben Jahr. Das Unterrichten beinhaltet dabei selbstverständlich auch das Vorbereiten der Stunden, also die Planung der Unterrichtskonzeption, das Erstellen von Unterrichtsmaterialien wie beispielsweise Arbeitsblätter sowie die Planung von Klausuren und deren Benotung. Hinzu kommt dabei die eher intuitiv zu erwerbende Kompetenz zur zwischenmenschlichen Konfliktlösung, denn Streitigkeiten unter den Schülern treten eigentlich täglich auf. Dies alles macht den Lehrerberuf zu einem sehr vielseitigen mit den unterschiedlichsten Facetten, wird jedoch bei der Bewertung des Lehrerimages meist nicht berücksichtigt.

 

 

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Geschrieben von: Heidi (extern)

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