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14. September 2012

Wissenschaftsrat empfiehlt Studium für Gesundheits-Therapieberufe

Der Wissenschaftsrat spricht sich dafür aus, dass Fachpersonal, das in komplexen Aufgabenbereichen der Pflege, der Therapieberufe (Physio-, Logo- und Ergotherapie) und der Geburtshilfe tätig ist, künftig an Hochschulen ausgebildet werden soll.

Wir möchten mit Ihnen hier im Blog darüber diskutieren. Was denken Sie darüber? Wir sind gespannt auf Ihre Ansichten!

In primärqualifizierenden patientenorientierten Studiengängen sollen künftig zehn bis 20 Prozent eines Ausbildungsjahrgangs mit einem Bachelor-Abschluss zur unmittelbaren Tätigkeit am Patienten befähigt werden. Die neu zu schaffenden Studienplätze sollten stärker als bisher an staatlichen Hochschulen und auch an Universitäten eingerichtet werden.

Mit diesen Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Gesundheitsfachberufe trägt der Wissenschaftsrat künftigen Entwicklungen im Gesundheitssystem Rechnung, das vor großen Herausforderungen steht. So wird vor allem der demographisch-epidemiologische Wandel eine wachsende Zahl multimorbider, chronisch erkrankter und pflegebedürftiger Patientinnen und Patienten zur Folge haben. Das heißt: Diese Menschen brauchen künftig nicht nur mehr, sondern auch qualitativ andere Versorgungsleistungen. Neue Möglichkeiten in der Diagnostik, Therapie, Prävention, Rehabilitation und Pflege verstärken die Anforderungen an die Gesundheitsfachberufe in ihrer Komplexität noch zusätzlich. Auf die daraus resultierenden neuen und gestiegenen Qualifikationserfordernisse für viele Berufe der Gesundheitsversorgung muss in der Ausbildung adäquat reagiert werden.

„Um die Qualität der Gesundheitsversorgung zu sichern, wird es immer wichtiger, dass auch Angehörige der Gesundheitsfachberufe vermehrt eigenständig und evidenzbasiert handeln und ihre professionelle Tätigkeit auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnis reflektieren können. Deshalb halten wir es für erforderlich, diejenigen Angehörigen der Gesundheitsfachberufe, die komplexe Aufgaben wahrnehmen, an Hochschulen auszubilden“, erläutert der Vorsitzende des Wissenschaftsrates, Professor Wolfgang Marquardt. „Die dafür notwendigen Mittel müssen bereitgestellt werden.“

Geschrieben von: Henrike (Red.)

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