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12. September 2012

Erfolgreich berufsbegleitend studieren – Tipps von einem Studienberater

Die Nachfrage nach einem berufsbegleitenden Studium ist ungebrochen. Bei rund 7% liegt die jährliche Zuwachsrate, die Fernuniversität Hagen ist mit rund 70.000 Studierenden die größte Universität Deutschlands. Woher kommt dieser Wunsch nach nebenberuflicher Weiterbildung? Und wie informiere ich mich richtig? Ein Interview mit Milan Klesper, Studienberater und Betreiber des Studienführers zum Fern- und Abendstudium „Studieren-Berufsbegleitend.de“.

Die akademische Weiterbildung ist stark nachgefragt, Fernhochschulen und Anbieter von Abendstudiengängen melden stetig steigende Studierendenzahlen. Woran liegt das?

Die Ursache für die große Nachfrage liegt in unserem Arbeitsmarkt. In den letzten Jahrzehnten hat sich unsere Arbeitswelt radikal verändert, immer mehr Abläufe werden digitalisiert und das Personal, welches diese Abläufe früher durchgeführt, wird überflüssig. In anderen Branchen wiederum gibt es einen Fachkräftemangel mit neuen beruflichen Perspektiven. Um im Wettkampf um diese sicheren Arbeitsplätze mit guten Aufstiegschancen die Nase vorn zu haben, entscheiden sich immer mehr Arbeitnehmer, auch nebenberuflich noch weitere Qualifikationen aufzubauen. Ein weiterer akademischer Abschluss durch ein berufsbegleitendes Studium ist dazu eine gute Möglichkeit.

Inwiefern zeigt sich, dass ein berufsbegleitendes Studium von Arbeitgeber auch tatsächlich anerkannt ist?

Bei der großen Zahl der berufsbegleitenden Studierenden können die Arbeitgeber ihre Augen vor diesen potenziellen Mitarbeitern gar nicht verschließen. Meist zeichnen sich die Fern- und Abendstudierenden nämlich durch eine große Portion Einsatzbereitschaft und Karrierewillen aus. Warum sonst sollte ich mir über Jahre hinweg neben dem Arbeitsalltag noch den Stress antun, in meiner Freizeit zu lernen, wenn ich nicht das Ziel habe, mein Wissen in einem passenden Unternehmen zielführend einzusetzen? Zudem sind die akademischen Abschlüsse – Bachelor, Master und MBA – die gleichen, die auch im Präsenzstudium verliehen werden. Hier besteht also im Lernstoff kein Unterschied.

 Durch die große Nachfrage drängen auch immer mehr Anbieter in den Markt. Wie kann ich die seriösen von den unseriösen Anbietern trennen?

Wie überall gibt es auch hier durch das wachsende Angebot schwarze Schafe. Viele Anbieter, die „nur“ eine Weiterbildung und kein akademisches Fernstudium anbieten, werben mit sehr studienverwandten Begriffen. Hier sollte man immer auf die Studienabschlüsse und Akkreditierung der Studiengänge achten. Zudem gibt es im Internet eine Reihe unseriöser Plattformen, die sich nicht den Studieninteressenten, sondern dem eigenen Gewinn verschrieben haben und keinen unabhängigen Blick über das gesamte Fernstudienangebot bieten. Hier ist Vorsicht geboten, wenn auf einer Webseite nur ein paar Dutzend Studiengänge vorgestellt werden, denn wie man in der Datenbank auf meiner Webseite sieht, gibt es in Deutschland hunderte Hochschulen und Akademien, an denen man berufsbegleitend studieren kann.

Ihr Fazit: Lohnt sich ein berufsbegleitendes Studium?

Ja, es lohnt sich. Allerdings sollte man wissen, dass man für ein paar Jahre auf sehr viel Freizeit verzichtet und sich immer wieder neu motivieren muss. Wer das allerdings erfolgreich besteht, dem stehen neue Karrieretüren offen.

Geschrieben von: Heidi (extern)

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