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18. Juli 2012

Bildungsbericht 2012

Kritisch, mit Blick auf die Zukunft und unabhängig hat eine Gruppe Wissenschaftler auch 2012 wieder die deutsche Bildungslandschaft unter die Lupe genommen. Neben den bekannten Problemen – etwa die hohe Arbeitslosigkeit unter jungen Leuten kurz nach Abschluss der Ausbildung – identifiziert die Studie auch drängende Problemfelder bei den Hochschulen und im Weiterbildungsbereich.

Zu der Autorengruppe gehören neben dem federführenden Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) das Deutsche Jugendinstitut (DJI), die Hochschul-Informations-System GmbH (HIS), das Soziologische Forschungsinstitut an der Universität Göttingen (SOFI) sowie die Statistischen Ämter des BBBundes und der Länder (Destatis und StLÄ) an. Die Erarbeitung des Berichts „Bildung in Deutschland 2012“ wurde von der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (KMK) und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Zahl der Studienanfänger stark angestiegen

Mit beeinflusst durch die doppelten Abiturjahrgänge (G8/G9) und die Aussetzung der Wehrpflicht bzw. des Zivildienstes ist die Studienanfängerquote seit 2006 explosionsartig gestiegen. 2011 beträgt sie 55 Prozent. Die Zahl der Studienanfängerinnen und -anfänger wird sich voraussichtlich auf hohem Niveau stabilisieren. Das zeigt die steigende Bedeutung der Hochschulbildung – und zudem politischen Handlungsbedarf. Die Studie kritisiert: „Die Referenzlinien des Hochschulpaktes liegen bis 2015 um ca. 300.000 Studienplätze zu niedrig.“

Teilnahme an Weiterbildung nicht erhöht

Trotz aller politischen Aufforderungen und wissenschaftlicher Nachweise über die Wichtigkeit von Weiterbildung blieb die Beteiligung an Weiterbildung in den letzten zehn Jahren insgesamt konstant, wenn auch mit leichten Verbesserungen bei der Teilnahme älterer und gering qualifizierter Personen. Kritisch merken die Autoren an: „Bei der Weiterbildung hochqualifizierter Arbeitskräfte dominieren außeruniversitäre Anbieter, die Rolle der Universitäten erscheint schwach.“

Weiterhin hohe Jugendarbeitslosigkeit

Aufgrund der demografischen Entwicklung hat sich die Situation auf dem Ausbildungsmarkt deutlich verändert. Es ist für Bewerber deutlich leichter geworden, einen Ausbildungsplatz zu finden, während die Unternehmen über Schwierigkeiten klagen, ihre Ausbildungsplätze mit geeigneten Auszubildenden zu besetzen. In Ostdeutschland besteht zudem das Problem, dass drei Jahre nach der Ausbildung mehr als die Hälfte der Jugendlichen keinen Arbeitsplatz finden, der ihrer Ausbildung entspricht. 16,9 Prozent sind arbeitslos. Im Westen Deutschlands beträgt die Arbeitslosigkeit bei jungen Leuten drei Jahre nach Abschluss der Ausbildung immerhin 8 Prozent.

Alle Befunde des Bildungsberichts 2012 finden Sie unter www.bildungsbericht.de

Geschrieben von: Henrike (Red.)

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