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26. März 2012

Lehrstellenmarkt schrumpft und Hörsäle platzen

Wer stellt die Fachkräfte von morgen? Betriebe oder Hochschulen?

Glaubt man nüchternen Statistiken, so ist ein Wandel in der deutschen Ausbildungslandschaft zu verzeichnen. Der wachsende Fachkräftemangel wird deutlicher, diskutierter, dramatischer. Stritten vor einigen Jahren noch wenige SchülerInnen um die vorhandenen Lehrstellen, so drehen sich die Verhältnisse zunehmend. So stark, dass viele Betriebe ihr Engagement streichen und nicht weiter ausbilden können, da ihnen schlicht weg die Bewerber fehlen. So ist es auch dem vorläufigen Entwurf zum Berufsbildungsbericht 2012 zu entnehmen, den das Bundeskabinett im April verabschieden will. Basierend auf Zahlen der Bundesagentur für Arbeit sank die Zahl der Betriebe mit mindestens einem Auszubildenden von 494.000 im Jahr 2008 auf nur noch 470.000 für 2010.

Über die Ursachen wird ähnlich gestritten wie die Lösungsvorschläge. Während der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) den demografischen Wandel und somit die zurück gehenden Schülerzahlen als Hauptursache bestimmt, bemängelt der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) das Engagement der Betriebe. Über allen Strittitgkeiten besteht der Fakt, dass immer mehr gut ausgebildete Fachkräfte benötigt, jedoch immer weniger ausgebildet werden.

Ein gegenteiliges Bild entsteht beim Blick auf das Hochschulstudium in Deutschland. Hier verzeichnen die Hochschulen und Universitäten kontinuierlich steigende Studierenden Zahlen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sogar mit Rekordwerten zum Wintersemester 2011/12. Ein Anstieg der StudienanfängerInnen um 16,2 Prozent auf 516.000 und eine Gesamtzahl von 2,38 Millionen Studierenden sprechen für sich. Seit 2006 ein durschnittliches Plus von 8,5 Prozent pro Jahr. Zwar sind doppelte Jahrgänge und Aussetzung der Wehrpflicht wichtige Faktoren für den aktuellen Schub, doch langfristig zeichnen sich andere Perspektiven ab.

Entwickelt sich das Studium zum wichtigsten Ausbildungsmotor? Nicht zuletzt der Zuspruch zu attraktiven dualen und kooperativen Studienangeboten, wie denen der sächsischen Berufsakademien, legt diesen Schluss nahe. Auch die Bologna Reform trägt hier sicher erste Früchte. Denn ein Bachelor Studium bietet eine solide Grundlage, um auf dem Arbeitsmarkt gute Chancen und noch bessere Perspektiven zu haben.

Oder höhlt dieser Trend zum Studium die Fachkräftebasis noch stärker aus? Kann unser Bildungssystem dem überhaupt gerecht werden oder geht damit die Verwässerung der Studienqualität einher? Ein brisantes Thema mit hoher Wichtigkeit für die Zukunft unseres Landes.

Erfahren Sie mehr zum Studium in Sachsen
Zum Bericht des Statistischen Bundesamts zu Studienanfängern 2011
Erfahren Sie mehr zum »Berufsbildungsbericht 2012«

Geschrieben von: Frank (Red.)

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Natürlich kann die Antwort keine entweder oder sein. Wir brauchen Fachkräfte mit Berufs- und Studienabschluss. Wichtig für Sachsen scheint mir, dass hier nicht nur viele junge Leute ausgebildet werden, sondern sie nach Lehre oder Studium auch einen Arbeitsplatz im Freistaat finden.

Sriknta

Ich wollte immer was mit Modedesign machen. Hab mich nach dem Abitur dann auch in Trier beworben, wurde als eine der wenigen angenommen – und habe letzendlich doch abgesagt. Ich weiß, es war mein Traum, aber der hatte sich nunmal geändert – früher hatte ich mir zwar auch Gedanken um alles gemacht, aber als es so plötzlich vor der Tür stand, wollte ich das nicht mehr, weg von der Familie etc. und später als Modedesigner – wäre ich wirklich eine der „Großen“ könnte ich Familie doch erstmal glatt vergessen. Und meist ist es so (weiß ich von einigen, die das studiert haben) dass man letzendlich auch nur in einer Schneiderei etc landet, für das man nicht studiert haben muss. War aber auch ne FH in Trier, glaube ich. Naja, was wurde letzendlich aus mir? Mathematik und Kunst auf Lehramt, obwohl ich NIE NIE NIE Lehrer werden wollte. Letzendlich habe ich es doch getan, die Praktika haben mir Spaß gemacht (Grundschule) – obwohl ich immer dachte, dass ich mit kleinen Kinder nicht umgehen kann, usw. Aber letzendlich habe ich für Umwege doch meinen Traumberuf gefunden, zumindest scheint es so, haha. Aber selbst wenn es mir nicht gefällt, was hindert mich daran, in 10 Jahren nicht doch was anderes zu machen? :)Studiere zwar jetzt an einer Uni, aber dachte vielleicht muntert es ja doch ein wenig auf, weil ich ja ähnliche Gedanken hatte und jetzt viel glücklicher bin, als vorher.

Clara

Meinungsfreiheit und Pressefreiheit ist vollkommen leiitgm, aber dass muss dann auch ffcr beide Seite gelten die Facebook-Seite Christiane Tauzher eine Schande ffcr den Journalismus wurde von FACEBOOK gelf6scht!!!!Also entweder oder aber den einen das Maul verbieten geht nicht und der andere darf ungeniert le4stern das geht nicht!

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