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14. März 2011

Schau rein! – Sachsen begegnet Fachkräftemangel mit der Berufsorientierungswoche

Die Zeiten, in denen sich Bewerbungen auf den Schreibtischen der Personalabteilungen häuften, sind vorbei. In Unternehmen bleiben immer mehr Ausbildungsplätze unbesetzt, da qualifizierte Nachwuchskräfte fehlen. Gründe dafür sind der demografische Wandel, die rückläufigen Schülerzahlen und die unzureichenden Vorstellungen von Berufsbildern. Sachsens Betriebe haben dieses Problem erkannt und bieten dem Bewerber- und Fachkräftemangel die Stirn: Sie nehmen an der Berufsorientierungsinitiative „Schau rein!“ teil, die heute im Backhaus Hennig in Zwenkau bei Leipzig feierlich eröffnet wurde.

Über 570 sächsische Unternehmen setzen in dieser Woche (14. bis 19. März) mit ihrer Beteiligung an „Schau rein!“ ein Zeichen in Bezug auf Fachkräftemangel und Abwanderung. Diese positive Entwicklung begrüßt auch Sven Morlok, Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr und Schirmherr der Berufsorientierungswoche: „Die beispielhafte Unternehmensbeteiligung mit einer erneuten Steigerung zum Vorjahr zeigt, wie wichtig es den Betrieben ist, frühzeitig ihren Fachkräftenachwuchs an die Region zu binden, berufliche Wege und Karrierechancen aufzuzeigen.

Angesichts der rückläufigen Schülerzahlen und des vor uns liegenden Fachkräftebedarfs ist dieses Engagement aus meiner Sicht unverzichtbar.
Deshalb kann ich nur immer wieder alle Schülerinnen und Schüler ermuntern, diese Chance auch zu ergreifen.“ Zusammen mit Jutta Cordt, Vorsitzende der Geschäftsführung, Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit und ebenfalls Schirmherrin, sowie weiteren Vertretern aus Politik und Wirtschaft eröffnete der Minister „Schau rein!“ heute stellvertretend für den ganzen Freistaat im Backhaus Hennig in Zwenkau.

Über 1.300 Angebote können von den jungen Bewerbern gebucht werden. „Das Angebot ist groß und vielfältig. Betriebe aller Branchen erklären sich bereit, für eine Woche die Türen zu öffnen und den Jugendlichen Einblicke in die Tätigkeiten verschiedener Ausbildungsberufe zu geben. Außerdem stehen Firmenchefs, Ausbilder und Azubis bereit, um die Fragen der Schüler zu beantworten“, sagt Jutta Cordt. Das Backhaus Hennig stellt den Jugendlichen zum Beispiel die Berufe Bäcker, Konditor und Bäckereifachverkäufer vor. Das Unternehmen beteiligt sich zum wiederholten Mal an „Schau rein!“. Auch im Handwerk ist das Thema Bewerbermangel präsent, weiß Jens Hennig, Geschäftsführer der Bäckerei: „Die Betriebe müssen heutzutage verstärkt selbst aktiv werden und auf potentielle Bewerber direkt zugehen, wenn sie sich Nachwuchskräfte und damit die Zukunft ihres Unternehmens sichern wollen. Inserate in Tageszeitungen reichen da längst nicht mehr aus. Deshalb beteiligen wir uns an der Woche der offenen Unternehmen, um auf noch freie Lehrstellen aufmerksam zu machen.“

Geschrieben von: Martin (Red.)

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